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Aufgabengebiet:

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister sind bei Gerichten
und Staatsanwaltschaften tätige Beamtinnen und Beamte des mittleren
Justizdienstes.

Als Vollzugsdienstkräfte derLandesjustiz sind sie befugt, in Ausübung
hoheitsrechtlicher Aufgaben im Rahmen der bestehenden Rechts-
und Verwaltungsvorschriften unmittelbaren Zwang auszuüben.

Zu ihren vielseitigen und verantwortungsvollen Aufgaben gehören die
Gewährleistung der Sicherheit bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften
ebenso wie die Übernahme des Sitzungs- und Ordnungsdienstes. So sind sie
beispielsweise für die Durchführung von Einlasskontrollen und die Vorführung
der Gefangenen zu Sitzungsterminenund deren Bewachung zuständig. Sie
erteilen Auskünfte und sind für den reibungslosen Postbetrieb und Akten-
umlauf
verantwortlich.

Zulassungsvoraussetzungen:

Sowohl an die persönlichen Eigenschaften als auch an die soziale Kompetenz
müssen im Hinblick auf die Vielgestaltigkeit der Aufgaben in diesem Bereich
die in der nachfolgenden Übersicht aufgeführten Mindestanforderungen
gestellt werden.

1. Grundanforderungen  
   
(Allgemeine persönliche Eigenschaften und Voraussetzungen)

  • physische und psychische Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • Bereitschaft zur Mobilität
  • ausreichende Sicherheit im mündlichen und schriftlichen Ausdruck
  • rasche Auffassungsgabe und gute Merkfähigkeit

   Erkennbares Potential zu

  • Leistungsbereitschaft
  • Eigeninitiative und selbstständiges Handeln
  • Verantwortungsbewusstsein und Loyalität
  • Zuverlässigkeit
  • Organisationvermögen

2. Soziale Kompetenz
   
(Eigenschaften und Fähigkeiten im Umgang mit anderen)

  • angemessenes Erscheinungsbild sowie höfliche Umgangsformen
  • Teamfähigkeiteinschließlich der Bereitschaft zur Akzeptanz fachlicher Vorgaben

   Erkennbares Potential zu

  • Kommunikationsfähigkeit
  • hohes Maß an Konflikt- und Kritikfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft.

Die Bereitschaft zu zeitlich und örtlich flexiblem Einsatz ist unerlässlich.  


Ausbildungsverhältnis und Ausbildungsdauer:

Die Ausbildungsdauer beträgt im Regelfall 18 Monate. Darin eingeschlossen
sind drei jeweils zentralisierte einmonatige fachtheoretische Ausbildungs-
abschnitte.


Der fachtheoretische Teil derAusbildung wird im Fachzentrum für Justiz-
wachtmeister
in der Justizvollzugsanstalt Mannheim durchgeführt.

Das Beschäftigungsverhältnis ist zunächst für ein Jahr befristet und wird
mit erfolgreichem Ausbildungsverlauf entsprechend verlängert. Die
Vergütung erfolgt in der Entgeltgruppe 3 des Tarifvertrags für den
öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann in das Beamten-
verhältnis
auf Probe (Eingangsamt der Besoldungsgruppe A 5 mit
Amtszulage) übernommen werden, wer

  • die persönlichenVoraussetzungen für die Berufung in das Beamten- verhältnis erfüllt, also die deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Art. 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschafts- raum besitzt;
  • das 40. Lebensjahr im Zeitpunkt der Berufung in das Beamtenverhältnis noch nicht vollendet hat;
  • mindestens einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine mindestens zweijährige entsprechende Berufserfahrung verfügt;
  • die für den Justizwachtmeisterdienst erforderliche gesundheitliche Eignung durch ein aktuelles amtsärztliches Zeugnis nachweisen kann;

Bewerbungsverfahren:

Die Nachbesetzung derJustizwachtmeisterstellen erfolgt streng bedarfs-
bezogen
. Ist aufgrund des Ausscheidens eines Justizwachtmeisters
(meist durch Ruhestand) bei einer Staatsanwaltschaft oder einem
Gericht dessen Stelle wieder zu besetzen, erfolgt eine Ausschreibung bzw. ein Bewerberauswahlverfahren durch diese Behörde.

Interessenten für den Justizwachtmeisterdienst werden im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses als Justizhelfer durch die jeweiligen Behörden vor Ort eingestellt.

Der Bewerbung sind beizufügen:

  1. ein Lebenslauf
  2. das Schulabschlusszeugnis
  3. Zeugnisse über Ausbildungs- und Beschäftigungszeiten und Prüfungen seit der Schulentlassung
  4. eine beglaubigte Kopie des Ausweisdokuments
  5. ein aktuelles Passbild aus neuester Zeit.

Auf Verlangen derEinstellungsbehörde sind ferner vorzulegen:

  1. eine Geburtsurkunde
  2. ein aktuelles amtsärztliches Gesundheitszeugnis
  3. ein aktuelles Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (§ 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes), das bei der Meldebehörde zur Vorlage an den Präsidenten des Oberlandes- gerichts Stuttgart zu beantragen ist,
  4. eine schriftliche Erklärung über etwa anhängige strafrechtliche Ermittlungsverfahren oder Strafverfahren sowie ggfs. über Disziplinarmaßnahmen und anhängige Disziplinarverfahren,
  5. eine Erklärung, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet sind.

 

Ansprechpartner:

Referentin:

Frau Falkenhain
Telefon: 0711/212-3232
E-Mail: kathrin.falkenhain@olgstuttgart.justiz.bwl.de

Sachbearbeiterin:

Frau Limpp
Telefon: 0711/212-3092
E-Mail: Nina.Limpp@OLGStuttgart.justiz.bwl.de
(Montag - Freitag jeweils vormittags)

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