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Laufbahnqualifizierende Zusatzausbildung für den

mittleren Justizdienst

(Justizfachwirtin / Justizfachwirt)

 

 

Zum 1. Februar 2018 wird im Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart erneut die laufbahn-
qualifizierende Zusatzausbildung für den mittleren Justizdienst angeboten.

Im Rahmen einer sechsmonatigen Zusatzausbildung erwerben die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer die Laufbahnbefähigung für den mittleren Justizdienst. Die Zusatz-
ausbildung
gliedert sich in einen fachtheoretischen Lehrgang von mindestens vier
Monaten und eine Praxisphase von höchstens zwei Monaten.

Die spätere Übernahme in das Beamtenverhältnis setzt die erfolgreiche Teilnahme
an der schriftlichen Prüfung voraus, welche am Ende des fachtheoretischen Lehr-
gangs steht.

Im Rahmen der sich anschließenden Praxisphase werden die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer zielgerichtet auf die - in aller Regel - stattfindende Übertragung eines
neuen Dienstpostens bzw. neuer Aufgaben vorbereitet.

Ziel der Zusatzausbildung, die wir leistungsstarken Justiz(fach)angestellten ermög-
lichen wollen, ist es, das in den jeweiligen Ausbildungen vermittelte und während
der beruflichen Praxis erworbene Wissen zu vertiefen. Zu­dem sollen weitere Kennt-
nisse und Fertigkeiten zur Ausübung von herausgehobenen Aufgaben erworben
werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind darüber hinaus verpflichtet, durch gewis-
senhaftes Selbststudium ihr Fachwissen zu erweitern. Sie erhalten während der
Dauer der sechsmonatigen Zusatzausbildung ihr bisheriges Gehalt, eine Änderung
der Eingruppierung erfolgt nicht.

Bewerben können sich leistungsstarke Justizangestellte und Justizfachangestellte, die die in § 3 der Verordnung des Justizministeriums über die laufbahnqualifizierende Zusatzausbildung und Prüfung für den mittleren Justizdienst (Zusatzausbildungs- und Prüfungsordnung für den mittleren Justizdienst -ZaPrO-mDJu) vom 25. November 2014 genannten Voraussetzungen erfüllen.

Des Weiteren müssen die Interessentinnen und Interessenten die persönlichen
Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllen und nach
ärztlichem Zeugnis über die erforderliche körperliche Eignung oder als schwer-
behinderter
Mensch über ein Mindestmaß an gesundheitlicher Eignung für die
Aufgaben des mittleren Justizdienstes verfügen.

Die Auswahl und Zulassung der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt durch das Oberlandesgericht.

Bewerbungen für das Einstellungsjahr 2018 sind nicht mehr möglich!

Der Bewerbung sind beizufügen: 

  1. ein tabellarischer Lebenslauf
  2. ein aktuelles Lichtbild in Passbildgröße
  3. Abschriften des Schulabschlusszeugnisses
  4. Abschriften von Zeugnissen und Nachweisen über Beschäftigungen seit der Schulentlassung
  5. eine Geburtsurkunde und eine Kopie der Ausweispapiere.

Die vollständigen Bewerbungen bitten wir auf dem Dienstweg bis spätestens 31. März 2017 dem Oberlandesgericht vorzulegen.

Der Bewerbung ist von der Dienststelle eine eingehende Stellungnahme über
Eignung, Befähigung und fachliche Leistung sowie die voraussichtliche Eignung
der Bewerberin oder des Bewerbers für den mittleren Justizdienst beizufügen. Die Stellungnahme kann bis 28. April 2017 nachgereicht werden.

Für die Teilnahme an der laufbahnqualifizierenden Maßnahme sind bestimmte
Grundlagenkenntnisse erforderlich, die Gegenstand eines schriftlichen Auswahl-
tests
sein werden. Ein Katalog der Kenntnisse, die für die Absolvierung der lauf-
bahnqualifizierenden
Maßnahme als Grundlagenwissen vorausgesetzt werden,
ist nachstehend aufgeführt.

Der Auswahltest wird am 4. Mai 2017 beim Oberlandesgericht Stuttgart stattfinden.

Es ist beabsichtigt, die besten Bewerberinnen und Bewerber zu einem Vor-
stellungsgespräch in der Zeit vom 22. Mai 2017 bis 2. Juni 2017 beim Oberlandesgericht einzuladen.

Die Zusatzausbildung steht auch befristet Beschäftigten und Notariats-
mitarbeiter/innen
offen.

Für die Beamtung gilt § 48 LHO.


Katalog der Kenntnisse, die zur Absolvierung der laufbahnqualifizierenden
Zusatzausbildung zum mittleren Justizdienst als Grundlagenwissen voraus-
gesetzt werden:

Grundsätzlich wird das in der Ausbildung zur Justiz(fach)angestellten erwor-
bene Wissen vorausgesetzt, u. a.

- Aufbau der Gerichtsbarkeiten einschließlich Instanzenzüge und Besetzung

- Personen der Rechtspflege einschließlich Ablehnung und Ausschließung 
  von Gerichtspersonen

- Grundzüge des Zivil-, Straf- und Familienverfahrens einschl. Verfahrenskosten

  • Parteien und sonstige Beteiligte eines Verfahrens (einschließlich Personen- und Kapitalgesellschaften mit wesentlichen rechtlichen Merkmalen und deren Vertretung)
  • Partei- und Prozessfähigkeit
  • Anwalts- und Parteiprozess
  • Überblick über den Gang eines erstinstanzlichen Verfahrens einschließlich mögliche Verfahrensarten, Verfahrensgrundsätze und Beweismittel
  • Grundlagen für die Fertigung von Sitzungsprotokollen

- Zustellungsrecht

- Fristen und Rechtsmittel einschl. Rechtskraft

- Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung

- Grundzüge des BGB, insbesondere zu Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Rechtsgeschäften, Verjährung

- Allgemeine Grundsätze des Geschäftsganges einschließlich der entsprechenden Vorschriften, insbesondere Aktenordnung, Aufbewahrungsbestimmungen

- Verwandtschaft, Abstammung

- Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge

- Voraussetzungen und Formen der gewillkürten Erbfolge

- Aufbau und möglicher Inhalt eines Grundbuchs anhand von Beispielen.

Die für die Bearbeitung erforderlichen Gesetzestexte werden Ihnen zur Verfügung gestellt.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um vollständige
Gesetzessammlungen, sondern lediglich um einzelne wenige Vorschriften handelt.
Der überwiegende Teil der Aufgaben ist ohne Hilfsmittel zu lösen.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Falkenhain, Tel. 0711 212-3232 oder E-Mail: kathrin.falkenhain@olgstuttgart.justiz.bwl.de zur Verfügung.

 

Der erste fachtheoretische Lehrgang der laufbahnqualifizierenden Zusatzausbildung für den mittleren Justizdienst endete am 15. Juli 2015.

Nachfolgend das Stimmungsbild der Teilnehmerinnen auf die Frage, ob sie die Ausbildung empfehlen würden:

"Ja, es ist eine gute Möglichkeit, altes Wissen aufzufrischen und neues Wissen anzueignen."

"Ja, im Hinblick auf die Aufstiegsmöglichkeiten würde ich diese Ausbildung jedem empfehlen."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil es eine gute Chance ist, sein Wissen zu erweitern und aufzusteigen."

"Ich würde die Ausbildung weiterempfehlen, da man hinterher die Chance hat, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen und Aufstiegsmöglichkeiten hat, die man als Angestellte nicht hat."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil es eine gute Chance ist, sich weiterzuqualifizieren und weiterzubilden."

"Ich würde die Ausbildung weiterempfehlen, weil die Dozenten freundlich und sehr geeignet sind. Es wird viel Wissen in der kurzen Zeit vermittelt."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil man in kurzer Zeit vom befristeten Arbeitsverhältnis in ein Beamtenverhältnis aufsteigen kann."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil sie machbar ist; es ist eine gute Chance, sich weiterzuqualifizieren bzw. sich weiterzubilden."

"Ja, weil es eine tolle Chance ist. Die Zeit bis zur Prüfung ist zwar anstrengend, aber wenn man die Prüfung am Ende besteht, hat es sich wirklich gelohnt."

"Ja, es ist eine tolle Sache, dass man mit dieser Ausbildung in unserem Berufsfeld mehr erreichen kann."

  

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Ansprechpartner:

Referentin:

Frau Falkenhain
Telefon: 0711/212-3232
E-Mail: kathrin.falkenhain@olgstuttgart.justiz.bwl.de

Sachbearbeiterin:

Frau Limpp
Telefon: 0711/212-3092
E-Mail: Nina.Limpp@OLGStuttgart.justiz.bwl.de
(Montag - Freitag jeweils vormittags)

 


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